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Strafverteidiger Kolumne

2015, Juli: Ist Deutschland ein Vorzeige-Rechtsstaat? - von Sven Schnitzer, Frankfurter Strafverteidiger

Barduhn Strafverteidiger - Frankfurt am Main

Kompetenz durch Spezialisierung

Darf derjenige, der Brecht zitiert, auch Madonna zitieren?

„Es ist Zeitverschwendung, etwas Mittelmäßiges zu machen.“

Madonna

Wir sind ausschließlich als Strafverteidiger tätig – nicht als Opferanwälte, nicht als Nebenklagevertreter, nicht als Schmerzensgeldanspruchssteller.

Nur durch die Aufteilung des weiten Feldes der Strafverteidigung in einzelne Fachbereiche ist es möglich, Ihnen als Mandant in einem der drei angebotenen Tätigkeitsbereiche eine weit überdurchschnittliche Kompetenz zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig auf die Individualität Ihres Falles einzugehen, um so optimale Verteidigungsergebnisse zu erzielen.

Rechtsanwältin u. Dipl.-Psychologin Welscher und der Kanzleigründer Rechtsanwalt Barduhn sind ausschließlich spezialisiert auf Verteidigungen bei dem Vorwurf von Sexualstraftaten, Rechtsanwältin Trautermann und Rechtsanwalt Schnitzer verteidigen einzig in wirtschaftsstrafrechtlichen Verfahren und Rechtsanwältin Körner übernimmt Verteidigungen im BtM- und Arzneimittelstrafrecht. 

Nur so wird zum einen Mittelmaß vermieden, das dann entsteht, wenn jeder alles macht. Zum Zweiten setzten wir den Schwerpunktstaatsanwaltschaften mindestens gleich kompetente Gegenspieler entgegen, der Ihre Interessen als Beschuldigter, Angeschuldigter, Angeklagter oder Berufungs-, oder Revisionsführer  vertritt:

In jeder noch so kleinen Staatsanwaltschaft gibt es ein spezielles Dezernat für Sexualdelikte - ebenso eines für Wirtschaftsstrafsachen und Betäubungsmitteldelikte-; der dort tätige Staatsanwalt bearbeitet seit Jahren ausschließlich Verfahren aus dem 13. Abschnitt des Strafgesetzbuches, „Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung“. Die Staatsanwaltschaften Frankfurt am Main, Berlin und München beispielsweise teilen sogar das Sexualstrafrecht noch einmal auf in einzelne Dezernate für Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes der Vergewaltigung, des sexuellen Missbrauchs, von Straftaten nach §§ 184b, c StGB.  

Wer will dann in einem Sexualstrafverfahren von einem Strafverteidiger verteidigt werden, der morgens eine Erklärung gegenüber der Steuerfahndung in einem  Steuerstrafverfahren mit Auslandsbezug abgibt, mittags in der Hauptverhandlung eines Drogenprozesses, in dem es um die Frage geht, ob der Kurier Mittäter oder Gehilfe ist, auftritt und nachmittags Mandanten in einem Verfahren wegen des Verdachtes betrügersichen Vertriebes von Beteiligungen mit verdeckter Innenprovision berät?

Traut man diesem Verteidiger zu, die Entwicklung der aussagepsychologisch-forensischen Forschung der letzten zehn Jahre, die bei dem Vorwurf eines Sexualdelikts mit der Konstellation „Aussage-gegen-Aussage“ kriegsentscheidend ist, aus dem Stehgreif zu beherrschen und während einer ermittlungsrichterlichen Vernehmung der Hauptbelastungszeugin umzusetzen?

Traut man ihm zu, die Beweiswürdigungsregeln der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes bei der Konstellation „Aussage-gegen-Aussage“ ad hoc parat zu haben, um seine Verteidigungsschriften im Ermittlungsverfahren daran auszurichten?

Der Staat, der bekanntermaßen nur Juristen mit überdurchschnittlichen Abschlussnoten als Staatsanwälte und Richter bemüht, hat erkannt, dass auch die Besten nur dann Mittelmaß abliefern, wenn sie in allen möglichen Strafverfahren tätig sein sollen, und hat daher unter anderem für die Gebiete Sexualstrafrecht, Wirtschafsstrafrecht und Betäubungsmittel- bzw. Arzneimittelstrafrecht Schwerpunktdezernate bei seinen Anwaltschaften, den „Staats“anwaltschaften, eingerichtet.

Es ist daher logische Konsequenz, dass der als Strafverteidiger tätige Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht sich ebenfalls ausschließlich auf eines dieser Fachgebiete spezialisiert, um hinsichtlich der Prozesserfahrung und der Rechtskompetenz seinem auf Staatsseiten ermittelnden Gegenpart ebenbürtig zu sein – dies nicht zuletzt durch spezifische Fort- und Weiterbildungen auf diesem einem Fachgebiet. Bietet ein Verteidiger in allen möglichen strafrechtlichen Bereichen seine Dienste an, können Sie als Mandant davon ausgehen, dass ihnen im besten Falle ein Mittelmaß an Verteidigungsleistung geboten wird.

So darf, wer in strafjuristischen Zusammenhängen Brecht zitiert, dort auch Madonna zitieren und enden mit der Empfehlung Johann Christoph Friedrich Schulzens:

„Lieber in einem ausgezeichnet, als in vielem mittelmäßig“

 

Martin Barduhn
Rechtsanwalt u. Fachanwalt f. Strafrecht in Frankfurt am Main